„Ein Land erkennt man am besten, wenn man es mit dem Fahrrad erfährt.“ – Radreise führte durch die Landschaft zwischen Weser und Steinhuder Meer

„Ein Land erkennt man am besten, wenn man es mit dem Fahrrad erfährt.“
Dem Ausspruch von Ernest Hemingway folgend machten sich am Dienstag, den 19. Mai 2026 sieben Radlerinnen und Radler (Mitglieder des Kneipp-Vereins Obernkirchen e.V. und Gäste) unter Führung von Uwe Thissen mit ihren E-Bikes von Obernkirchen aus auf den Weg, um die Landschaft zwischen Weser und Steinhuder Meer zu erkunden. Von Rinteln aus ging es dem Lauf der Weser folgend über Uffeln und Minden nach Petershagen-Heisterholz. Bei einem gemütlichen Abendessen und vielen Gesprächen endete der mit 66 km Strecke längste Streckenabschnitt.
Am zweiten Tag der Radreise folgte die Gruppe weiter dem Weserradweg nach Norden. Interessante Halte für eine kurze Pause boten auf der Strecke die beiden historischen Scheunenviertel von Schlüsselburg und Estorf. Tagesziel war die 1000 Jahre alte Stadt Nienburg. Dort empfing die Marktfrau Susanne die Gruppe und führte sie durch die mit Fachwerkhäusern reich geschmückte Stadt. Ein weiterer Höhepunkt des Tages war das Abendessen in einem urigen Restaurant der Stadt, in dem der mittelalterlichen Tradition folgend ohne Gabel aber dafür mit einem großen Holzlöffel und einem Steakmesser gegessen werden musste.
Am dritten Tag verließ die Gruppe nach einem Besuch des Nienburger Spargelmuseums die Weser und fuhr zum nahegelegenen Giebichenstein bei Stöckse, mit einem Gewicht von 330 Tonnen der größte Findling Niedersachsens. Weiter südwärts führte die Fahrt durch Wiesen- und Felder auf Teilabschnitten der Spargelroute über Rehburg ans Steinhuder Meer. Am Moornaturlehrpfad bei Mardorf wurde das Barfußgehen im Moor getestet und abends konnte ein wunderschöner Sonnenuntergang in Steinhude bestaunt werden.
Am letzten Tag ging es weiter entlang der Fürstenroute über Hagenburg und durch den Schaumburger Wald nach Meinsen. Unterwegs stellte die Auffahrt nach Bergkirchen eine echte Herausforderung dar, die jedoch von allen Teilnehmern locker bewältigt wurde. Schließlich endete die vom Kneipp-Verein Obernkirchen e.V. koordinierte Radreise wieder in Obernkirchen.
Insgesamt legten die Teilnehmenden der 4-tägigen Radreise im Alter von 47 bis 87 Jahren rund 230 km zurück und das – bis auf eine einstündige Regenschauer – bei bestem Radfahrwetter und ohne Panne. Es blieb genügend Zeit die unterschiedlichen Landschaften, die Kultur aber zwischendurch auch ein Eis sowie Kaffee und Kuchen zu genießen. Bei einem Abschlusseis in Obernkirchen wurde bei guter Laune ein positives Resümee der Reise gezogen, noch einmal über die interessanten Begegnungen mit Störchen, Gänsen und Rehen gelacht und erste Gedanken zu einer Radreise im kommenden Jahr ausgetauscht.